In die Beschreibung jedes Fotos hat Jason einen Link zum Originalfoto aus dem Jahr 2001 eingefügt. Um die New Yorker Fotos zu erstellen, hat er mit Michael Foran zusammengearbeitet, der Jason seine Fotos vom 11. September 2001 für diesen Blick in die Vergangenheit nutzen ließ. Es folgen Michaels Originalfotos.
Ein Fotoprojekt, das mich schon seit einiger Zeit interessiert hat, sind die 100 Strangers (100 Fremde). Laut der Gruppe des Projekts ist "das Projekt 100 Fremde eine Lerngruppe, die für diejenigen gedacht ist, die ihre für die Portraitierung und das Erzählen der Geschichten von Fremden notwendigen sozialen und technischen Fähigkeiten verbessern möchten." Die Herausforderung ist "100 Fotos von mindestens 100 Menschen, die du nicht kennst, zu machen, indem du auf sie zugehst und nach Erlaubnis fragst, ein Foto aufzunehmen und es in diese Gruppe einstellen zu dürfen."
Um etwas mehr Einblick und Tipps zu bekommen, haben wir mit sechs Leuten gesprochen, die bereits an dem Projekt gearbeitet haben. Wir fragten sie, wie sie auf das Projekt aufmerksam wurden und welche Erfahrungen sie gemacht haben.
Der erste Fotograf mit dem wir sprachen ist
jim_darling, aus Washington, DC. Er erzählt uns, dass er im Mai 2008 über das Projekt stolperte und sofort wusste, was er tun würde: "Tatsächlich glaube ich, dass die treffendere Antwort wäre, dass ich wusste, was ich tun MUSSTE."
"Ich entdeckte ein Foto im Stream eines Nutzers namens Wan-Der-Lust. Sie dokumentierte ihren Umzug quer durch die USA, von Washington, DC, nach Colorado, und auf dem Weg hatte sie das Projekt gestartet. Ich glaube nicht, dass sie das Projekt beendet hat, aber es war ihr fünftes Foto für das Projekt, welches ich sah, und in ihrer Beschreibung dieses Fotos entdeckte ich den Link. Bevor ich überhaupt die Anweisungen gelesen hatte, hatte ich ein sehr gutes Gefühl, dass ich wusste, worum es gehen würde. Und wie ich bereits sagte, ich wusste einfach, dass ich mich darauf einlassen würde."
Jim verlor ungefähr zwei Monate vor seiner Entdeckung des 100 Fremde-Projekts seine Arbeit als Grafikdesigner, und zu diesem Zeitpunkt hatte er Lust auf etwas Neues und Kreatives: "Fotografie war immer eine meiner Leidenschaften, nun hatte ich einen Grund wieder mit dem fotografieren anzufangen."
"Ich glaube es gibt keine geheime Zutat, wenn es darum geht sich an ein potenzielles Model zu wenden.", sagt er. "Ich glaube das Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielt, wenn man sich diesem Projekt stellt. Eine der größten Hürden oder Herausforderungen, die in der Gruppenbeschreibung erwähnt wird, ist es, aus dem eigenen Wohlfühlbereich herauszutreten und die Angst zu überkommen. Leute anzusprechen. Ich glaube nicht, dass mir dies je Sorgen gemacht hat. Tatsächlich war ich gespannt darauf, neue Leute anzusprechen und kennen zu lernen, und jetzt hatte ich mit dem Projekt einen Grund, auf sie zuzugehen."
Jim erwähnt, dass ihn Leute gefragt haben, wie er entscheidet, wen er fotografiert, und er glaubt, dass sozusagen die Fotos diese Frage bereits selbst beantworten: "Wie es der Fall mit allen meinen Fremden war, hatten sie alle dieses bestimmte etwas das mir sofort auffiel. Wenn ich sie mir nicht als Foto vorstellen kann, das andere inspirierend oder faszinierend finden, mache ich keine Aufnahme."
"Der beste Rat, den ich je von anderen erhalten habe ist, dir selbst fünf Sekunden zu geben, um zu entscheiden ob du jemanden ansprichst oder nicht. Je länger du wartest, desto nervöser wirst du. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit für sie, dich zu bemerken wie du sie bemerkst, und das könnte ihnen Unbehaben bereiten. Lass dir ein paar Visitenkarten machen (moo.com) und halte immer eine bereit, um sie jemandem zu zeigen. Es signalisiert ihnen, dass du das Projekt ernst meinst und es gibt ihnen die Sicherheit zu wissen, dass sie sich das Ergebnis ansehen können."
Einige von Jims vielen Lieblingsffremden könnt ihr oben sehen, und er liebt diese Fotos aus vielen Gründen: "Manche sind einfach exzellente Beispiele einer technisch guten Arbeit, andere sind es wegen der Geschichte, die ich mit unserem Treffen verbinde oder damit, was sie mit mir teilten. Aber die absoluten Favoriten sind diejenigen, die Auslöser eine andauernden Freundschaft mit der Person waren."
Wir danken Jim für seine Sicht auf die 100 Strangers. Besucht sein Album, um alle seiner 100 Strangers-Fotos zu sehen.
Vor einigen Wochen machten sich Flickr-Mitglied Joe Stylos, seine Schwester Melissa und ihr Freund Travers auf, die überwältigenden Natur von Alaska Interior zu erkunden. Der Denali Nationalpark, Heimat von Nordamerikas höchstem Berg, hat eine Größe von knapp 24.585
km². Wir nahmen Kontakt mit Joe auf und baten ihn, weitere Details dieser einzigartigen Erfahrung mit uns zu teilen.
"Wir begannen am 8. Juni mit dem Aufstieg über die Muldrow Glacier Route an der Nordseite des Denali und beendeten ihn am 8. Juli. Die erste Woche des 30-tägigen Aufstiegs verbrachten wir damit, Ausrüstung, Essen und Treibstoff durch die Tundra zu befördern. Während der 20 Meilen [~32km] weiten Annäherungswanderung vom Wonder Lake, wurden wir auch von meinem Vater begleitet. Dies war besonders bedeutsam für mich, da er mir den zweiten Vornamen ‘Denali’ gab, nachdem er den Berg 1974 erklommen hatte."
"Von dort aus waren wir auf uns allein gestellt und brauchten zwanzig Tage, um den Gipfel zu erreichen und weitere drei, für den Abstieg. Und wir hatten Glück genug am 4. Juli den Gipfel zu erreichen! Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich zwei andere Gruppen auf dieser Seite des Berges. Wenn man die Steigung betrachtet, ist dies mit 18.000 Fuß [5,4864 km] vom Startpunkt aus einer der größten Anstiege der Welt. Die Route folgt dem Muldrow Glacier und führt an zwei bedeutenden Eisfällen, dem Lower Ice Fall und dem Great Ice Fall, vorbei. Anschließend kletterten wir am Karstens Ridge, einem mehrere Meilen langen, steilen Gebirgskamm mit Winkeln von bis zu 45 Grad. Dieser führt zum Harper Glacier. Unser Höhenlager befand sich auf 17.000 Fuß [5.1816 km], wo wir vier Tage damit verbrachten, auf einen klaren Tag für den Aufstieg zu warten. Insgesamt hatten wir Glück mit dem Wetter: Es gab keine bedeutenden Stürme. Travers und ich fielen beide in kleine Gletscherspalten, konnten uns jedoch herausziehen. – Wir lösten auch eine kleine Lavine am Karstens Ridge aus, aber wurden glücklicherweise nicht verletzt. Klugerweise fanden wir eine alternative Route für diesen Abschnitt. Ein anderer interessanter Teil war unsere Entdeckung eines alten Schlafsacks, von dem wir glauben, dass er meinem Vater gehörte, bevor er ihm bei seinem Aufstieg 1974 vom Wind weggeblasen wurde."
Die beiden großen Fotos zu Beginn dieses Posts sind Joes Favoriten von seiner Expedition. Das erste, "Climbing the Coxcomb", wurde weit oben auf Karstens Ridge mit dem Camp des Teams weiter unten auf dem Kamm, aufgenommen. Das "Great Ice Fall Panorama" wurde aus sechs Bildern zusammengesetzt und mitten in der Nacht während Joes erstem Ausflug durch den Great Ice Fall aufgenommen: "So weit nördlich geht die Sonne nie wirklich unter, sondern überfliegt den Horizont in einem wunderschönen Sonnenauf-/Sonnenuntergang."
Begleitet Joe in seinem Denali-Album auf den Gipfel. Foto für Foto lässt er die Erfahrung mit seinen aufschlussreichen und unterhaltsamen Bildbeschreibungen, die wir sehr zu lesen empfehlen, Revue passieren
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