Willkommen zu unserem neuen Admin-Wissensportal. In den folgenden Beiträgen geht es darum, wie man erfolgreiche Flickr-Gruppen aufbaut und betreibt – schließlich sind Gruppen das Herzstück der Flickr-Community.
Eine Flickr-Gruppe starten, ist ganz einfach. Eine Gruppe am Laufen zu halten, auf die du in einem Jahr noch stolz bist, erfordert ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl und Einsatz – und wir sind da, um dich dabei zu unterstützen. Bevor du dein erstes Mitglied einlädst, musst du ein paar Entscheidungen treffen, für die du dir Zeit nehmen solltest. Wer kann deine Gruppe finden? Was wird von den Mitgliedern erwartet, sobald sie drin sind? Und wie präsentierst du einem Fremden deine Gruppe, der zufällig beim Scrollen drauf stößt? Wenn du dich frühzeitig darum kümmerst, ersparst du dir später mögliche Probleme bei der Moderation.
Welche Sichtbarkeit passt zu deiner Gruppe?
Flickr gibt dir drei Stufen zur Auswahl. Wenn du von Anfang an die richtige Stufe wählst, ersparst du dir später eine umständliche Migration.


Öffentliche Gruppen stehen allen offen, was bedeutet, dass jeder die Gruppe finden und ihr beitreten kann, ohne dass eine Admin-Freigabe nötig ist. Wähl diese Einstellung, wenn Wachstum und Reichweite deiner Gruppe oberste Priorität haben. Das ist ideal für Gruppen mit allgemeinen Themen wie Straßenfotografie, Schwarz-Weiß-Fotografie oder bestimmten Kameramodellen.
Gruppen, in die man eingeladen werden muss, werden bei der Suche angezeigt, sodass jeder die Gruppenseite sehen kann. Um der Gruppe beizutreten, ist jedoch eine Einladung durch einen Administrators nötig. Das ist ein guter Mittelweg, wenn dir Reichweite wichtig ist, du aber nicht jeden ohne vorherige Prüfung in deine Gruppe lassen möchtest. Wenn du möchtest, dass deine Gruppe komplett unter dem Radar bleibt, kannst du sie auch für die Suche unsichtbar machen.
Private Gruppen sind am besten geschützt: Sie sind bei der Suche nicht sichtbar, in Mitgliederprofilen nicht auffindbar, und der Beitritt ist nur auf Einladung möglich. Sie eignen sich gut für den kleinen Kreis, wie Kameraclubs, private Zusammenarbeiten oder Projekte mit Familie und Freunden.
Eines solltest du beachten: Wenn du eine Gruppe von „öffentlich“ auf „privat“ umstellst, kannst du das nicht mehr rückgängig machen. Mach dir also vorher ausreichend Gedanken zu dieser Einstellung.
Verständliche Gruppenregeln

Seitenlange Texte beim Gruppenbeitritt können einen erschlagen. Gruppen, die mit zwei bis drei klar definierten Regeln an den Start gehen – Regeln, die du auch wirklich durchsetzen willst –, erhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit von Mitgliedern als Gruppen, die das Wesentliche in endlos langen Listen verbergen. So kommen Regeln richtig an:
- Setze auf das Gruppengefühl statt auf eine unpersönliche Liste. Ein „Hier ist Platz für eure konstruktive Kritik“ hat deutlich mehr Gewicht als ein unpersönliches „Bitte keine verletzenden Kommentare“.
- Definiere „Off-topic“. Vage Richtlinien werden entsprechend vage durchgesetzt. Wenn ihr in eurer Makrofotografie-Gruppe keine Landschaftsfotos wollt, sag das ganz klar.
- Mach deutlich, welche Folgen ein Verstoß gegen die Gruppenregeln hat. Ein Satz wie „Beiträge, die nicht zur Gruppe passen, werden ggf. gelöscht“ schafft klare Erwartungen – und das, noch bevor du überhaupt tätig werden musst.
Du brauchst keine komplizierte juristische Abhandlung, damit sich alle an deine Gruppenregeln halten. Damit beim Beitritt in eine neue Gruppe die Regeln eindeutig und trotzdem einladend sind, braucht es nur drei, vier Zeilen. Die kann ein neues Mitglied in zehn Sekunden lesen und sich problemlos merken.
Eine eindeutige Beschreibung verfassen
Deine Gruppenbeschreibung erfüllt gleich zwei Zwecke. Sie ist das wichtigste Aushängeschild für ein potenzielles neues Mitglied. Außerdem kannst du dich später darauf berufen, wenn ein Beitrag nicht in deine Gruppe passt. Spezifiziere deine Nische so, dass sie dein Gruppenthema perfekt widerspiegelt. Egal, ob es um die Form, das Thema oder eine bestimmte Optik geht – so wirkt deine Gruppe eher spezifisch statt allgemein. Sag, an wen sich deine Gruppe richtet. Eine Gruppe für Kritik wirkt anders als eine Gruppe zum Teilen. Wenn es in der Gruppe einen festen Ablauf gibt, zum Beispiel ein wöchentliches Motto oder einen monatlichen Wettbewerb, kannst du das an dieser Stelle erwähnen. So dient die Beschreibung gleichzeitig als Einladung und nicht nur als FAQ.

Bist du bereit? Beherzige die oben genannten Tipps und starte deine eigene Community noch heute! Unsere Hilfeseite „Erste Schritte mit Flickr-Gruppen“ führt dich Schritt für Schritt durch den Vorgang.
Das ist der erste Beitrag für unser fortlaufendes Admin-Wissensportal. Beim nächsten Mal: So stellst du ein Moderationsteam zusammen. Gibt es ein Thema, über das du gerne mehr erfahren würdest? Dann melde dich bei uns.